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What's ANA?

Magersüchtige hungern willkürlich und magern dabei oft bis auf die Knochen ab. In der Fachsprache wird Magersucht als Anorexie oder genauer "Anorexia nervosa" bezeichnet, was "nervöse Appetitlosigkeit" bedeutet. Diese Bezeichnung ist genau genommen nicht zutreffend, da die Betroffenen nicht unter Appetitlosigkeit leiden, sondern aus eigenem Antrieb hungern. Obwohl die Nahrungsaufnahme erheblich eingeschränkt wird, liegt die Ursache der Magersucht nicht in mangelndem Appetit. Im Gegenteil, Magersüchtige verspüren meist einen sehr großen Appetit, verleugnen diesen aber.

 

Schon Ende des 17-ten Jahrhunderts wurde die Magersucht von dem Mediziner Richard Morton in seinen Aufzeichnungen erwähnt. Dennoch gilt Anorexie als Krankheit der Konsumgesellschaft, die Zahl der Erkrankten steigt ständig an.

Merkmale der Magersucht

Um die Diagnose "Magersucht" zu erleichtern, haben Mediziner ein Klassifikationssystem entwickelt. Nach der Definition der "American Psychiatric Association" leidet ein Patient unter Magersucht, wenn die folgenden Merkmale vorhanden sind (genauere Informationen unter ICD-10 und DSM-IV): Die Betroffenen haben ein niedriges Körpergewicht.
Der Gewichtsverlust wurde selbst herbeigeführt.
Magersüchtige haben eine gestörte Körperwahrnehmung, das heisst die Betroffenen finden sich selbst dann noch dick, wenn sie nur noch aus Haut und Knochen bestehen.
Bei Frauen setzt die Periode aus (Amenorrhoe).
Bei Beginn der Krankheit vor der Pubertät ist die körperliche Entwicklung gehemmt.
Magersucht beruht auf psychisch-körperlichen Wechselwirkungen. Sie zeichnet sich durch eine extreme Gewichtsabnahme bzw. Halten eines extrem niedrigen Gewichtes aus, begleitet von der Befürchtung, dick zu werden.
Das niedrige Gewicht wird durch ungewöhnliche Eß- und Gewichtsregulationsverhalten und Verweigerung der Nahrungsaufnahme erreicht.
Magersüchtige zeigen außerdem auffällige Verhaltensweisen, die für das geschulte Auge ein Alarmzeichen darstellen.

Risikogruppen

Das Erkrankungsalter liegt meistens zwischen 12 und 25 Jahren, wobei jüngere Frauen immer häufiger betroffen sind. Darüber hinaus wird die Magersucht in einzelnen Branchen zu einer Berufskrankheit.

0,3 Prozent der 15- bis 19-Jährigen leiden unter der Sucht zu hungern.
Bei Models, Balletttänzerinnen und Turnerinnen sind etwa fünf bis sieben Prozent erkrankt.

Auf 20 magersüchtige Frauen kommt nur ein männlicher Betroffener.

Die zwei Formen der Magersucht

Oft greifen Magersüchtige zu anderen Maßnahmen als nur dem reinen Fasten. Daher gibt es zwei Typen der Magersucht: Der restriktive Typ beschränkt sich auf das reine Fasten und auf Bewegung, um den Gewichtsverlust herbeizuführen.
Der "Binge-purging Typ" zeigt auch Heißhungerattacken und vermeidet die Gewichtszunahme auf unterschiedlichen Wegen (Abführmittel/Erbrechen).
Viele Magersüchtige können dem ständigen Hungergefühl nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg standhalten. Ein Übergang zur Bulimie, der so genannten Ess-Brech-Sucht, ist daher nicht selten.

 

 

 

 

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